Was ist Hyaluronsäure und welche Funktionen hat sie? 

Hyaluronsäure ist ein Glykosaminoglykan, ein Stoff, der zu den sauren Polysacchariden (also zu den sogenannten natürlichen Mehrfachzuckern) gehört. Diese sind von Geburt an im Körper vorhanden. Durch körpereigene Enzyme wird die Hyaluronsäure aus einzelnen Bausteinen zu einem komplexen Gebilde zusammengefügt. Sie hat eine bestimmte räumliche Struktur, durch die sie extrem viel Wasser binden kann. 
 
Hyaluronsäure hat im menschlichen Körper viele Funktionen und kommt an beinahe jeder Stelle vor: Hyaluron ist u. a. ein essenzieller Bestandteil des Augen-Glaskörpers, befindet sich in den Knochen, den Bandscheiben und der Gelenkflüssigkeit  und ist somit ein wichtiges Schmiermittel für die Gelenke. 
  
In besonders hoher Konzentration finden sich die Moleküle zudem in der Haut. Hyaluronsäure ist ein wichtiger Baustein der extrazellulären Matrix und des Bindegewebes der Haut. Die extrazelluläre Matrix ist eine aus Glykoproteinen, Proteinen und Polysacchariden bestehende gelartige Struktur, die die Räume zwischen den Zellen ausfüllt. Sie ähnelt einem Polster, auf dem die oberste Hautschicht glatt und ebenmäßig aufliegt.  In der Haut sorgt sie für natürliche Elastizität und Straffheit. 
 
Die grandiose Eigenschaft der Hyaluronsäure besteht darin, Unmengen an Wasser bzw. Feuchtigkeit binden zu können – bis zu sechs Liter Wasser pro Gramm.  

Dadurch hilft sie der Haut bzw. der extrakzellulären Matrix dabei, Feuchtigkeit zu speichern. Junge Haut ist besonders reich an Hyaluronsäure, daher ist sie so elastisch und hat viel Stärke sowie Spannkraft. Bereits mit etwa 25 Jahren kann die hauteigene Produktion von Hyaluronsäure langsam, aber stetig nachlassen. Es kommt zum Verlust des zwischen den Hautzellen liegenden Füllmaterials. Die Folge: Die Haut verliert mit zunehmendem Alter an Feuchtigkeit, Elastizität und Volumen. Es bilden sich – zusammen mit dem einsetzenden Abbau von Kollagen – feine Linien und schließlich auch die ersten Falten aus.  

Der Hyaluronsäureanteil lässt mit den Jahren nicht nur in der Haut nach, sondern im gesamten Körper. Knackende Gelenke beispielsweise können darauf aufmerksam machen, dass die Hyaluronsäure aus der Gelenkflüssigkeit weicht. Auch die Augen können trockener werden.